Trainingslager Oberhof

Trainingslager Oberhof vom 06.05 bis 11.05.2007

 

 

Dieses Jahr hatten wir uns Oberhof im Thüringer Wald als Trainingslager aber auch nur so als Vereinsausflug der LG Kraichtal ausgesucht.

Die Idee kam von unserem Achim Haurin, da er schon in Oberhof ein paar Tage verbrachte und davon nur gutes erzählte. Er erzählte zwar fasst nur von einem gutem dunklem Bier das dort getrunken wurde, aber auch nebenbei von sehr schönen Laufstrecken und einer sehr schönen Landschaft mitten im Thüringer Wald.

 




1.Tag

Treffpunkt zur Abfahrt nach Oberhof war dann sonntags um 10:00 Uhr bei Stefan in Oberöwisheim. Allerdings bis dann jeder noch sein Navigationsgerät programmiert hatte und jeder in seinem Auto saß, verging auch einige Zeit, aber man hatte sie ja, Zeit, denn wir wollten uns ja nur erholen und uns vor allem kein Stress machen.

Die Fahrt verlief bei sonnigem Wetter über Heilbronn, Würzburg bis nach Oberhof, teilweise auf Autobahnen die so neu waren, die nicht mal unser Navi`s sie kannten.

Vorbei an Straßen und Häuser und herrlichen Landschaften an dehnen nichts mehr (Gott sei dank!) von der Deutschen Demokratischen Republik widerspiegelte!

Gephardt und Haurin kamen zuerst in Oberhof im Hotel Oberland an, anschließend Hans mit Stefan, dann Ilse, Anja und Klaus .Der Grund lag einfach daran, dass wir neben der neuen Autobahn fuhren und uns immer wieder wunderten wenn wir den Autobahnverlauf sahen aber unsere Navi`s nicht.

Nach einchecken der Zimmer war ein Warm up zur Thüringer Hütte eingeplant. Dort aßen wir unsere erste Thüringer Bratwurst und tranken unser erstes Köstritzer Schwarzbier. War zwar alles recht gut, aber ganz ehrlich eine gute Bratwurst vom hiesigen Metzgermeister und ein gutes Zäpfchen aus dem Schwarzwald ist auch nicht schlechter. Aber wir waren ja nicht wegen den kulinarischen Köstlichkeiten in Oberhof, sondern zum trainieren und relaxen.

Am Heimweg kamen wir noch an der Rennsteig Arena in Oberhof vorbei. Ein Station für den Biathlon Sport. Seit ich dieses beeindruckendes Station zum ersten mal gesehen hatte, ist mein Respekt für diesen Sport zu 100% gestiegen. Erst jetzt weiß ich wie weit 50m bis zu einem kleinen schwarzen Punkt sein können und wie schwierig solch eine Laufstrecke ist.

2.Tag


So der erste Trainingslauf kann beginnen!

Eigentlich fiel alles nur gut an, das Frühstück war gut, dass Wetter naja es ging so! jeder war schon heiß auf den ersten Trainingstag, bis auf einmal Ilse ganz nervös ihre Laufschuhe suchte, zuerst in ihrem Zimmer und anschließend in ihrem Auto, aber nix da, diese lagen noch schön einsortiert im Schuhregal im Keller. Die/der schuldige war so gleich auch gefunden, natürlich nicht sie selber, sondern derjenige der in den nächsten Tagen zu Hause die Blumen und den Garten gießt und den Kindern das Essen machte!

Aber auch in Oberhof gibt es gute Sportgeschäfte und da man sowieso in nächster Zeit ein paar neue Laufschuhe benötigte, kann man diese auch gleich hier kaufen. Ob aber dies so gut ist mit neuen Laufschuhen gleich den ersten Tag zu beschreiten ist eine andere Sache.

Als dann alles bereit war, liefen wir zur Ohratalsperre ca. 10 km entfernt von Oberhof, allerdings war dies ein Höhenunterschied von ca.350m. was ja eigentlich nicht schlimm ist, nur wenn man so wie Klaus und Ich, bei windigem und nassem Wetter noch die ca. 13 km um den Stausee läuft, können diese 350 m am Schluss sehr wehtun. Dazu kommen noch die tröstenden Worte von Klaus, so wie: nur noch eine Kurve, oder du musst nur hinter mir laufen, denn dann kannst du dich ausruhen, fragte mich zwar immer wieder wie ich mich hinter einem Läufer ausruhen kann der 30 cm kleiner ist und dazu noch 30kg weniger Masse zu tragen hatte. Aber irgendwie fanden diese Worte auch Gehör und ich lief für den ersten Tag ganz gut mit. Die anderen hatten sich in weiser Voraussicht schon für eine kürzere Strecke entschieden, noch dazu mit einem Biker der die Wasservorräte transportierte.

Müde im Hotel angekommen war erst mal ausruhen angesagt, einige gingen schwimmen, die anderen verbrachten ihre Freizeit in der Sauna. Ich war mit meinem Buch und mit Relaxen beschäftigt. Abends beim Essen waren wieder alle frisch und ausgeruht und die Stimmung fand an diesem Tag seinen Höhepunkt. Besonders bei denjenigen die die ihren Durst das ganze Jahr mit Wasser und Kaffee löschten.

Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch einen kleinen Lauf vor der Dämmerung durchführen, aber angesichts dem Wetter und der Müdigkeit wurde dieses auf den nächsten Tag verschoben.

 

3.Tag.



Der einzige der heute noch, bei diesem S...wetter, lächelte war Klaus!

Heute war der Halbmarathon auf dem Rennsteig eingeplant, allerdings liefen wir diese Strecke vom Zielpunkt in Schmiedefeld zurück nach Oberhof.

Auf dieser Strecke kommt man auf den höchsten Punkt des Rennsteigs von 973m. Allerdings mit schöner Aussicht war an diesem Tag nicht viel, denn Wind und Regen war unser ständiger Begleiter, dazu kamen noch unzählige umgeknickte Fichtenstämme die uns der Sturm Kyrill hinterlassen hatte. Die Strecke war sehr steinig, Flachwurzeln rankten wie Schlangen auf dem Boden, jeder Schritt musste genau bedacht werden. Trotzdem war auch dieser Lauftag nur schön, denn gerade so wie ich als Bandscheibengeschädigter ist ein Lauf auf solch einem weichen Waldboden nur erholsam, auch wenn man anschließend müde wurde.

Dies liegt aber nur an der Streckenlänge, am Tempo und natürlich an den Höhenunterschiede die man bewältigen musste.

Nach der Routine mäßigen Erholungsphase war Kuchen essen und Kaffee trinken im dazugehörigen Cafe angesagt. Mittags hieß es dann Abschied von Ilse, Anja und Klaus nehmen. Denn alle drei hatten zu Hause wichtige Termine wahrzunehmen und reisten daher ein paar Tage früher ab.

 

 

 

 

 

 

4.Tag

 

Unser Achim machte heute seinen Ruhetag. Bestimmt stand diese auf seinem Trainingsplan und wenn er nicht drin stehen sollte stand es natürlich trotzdem drin!

Gephard, Hans und Ich liefen heute auf dem Rennsteig in Richtung Eisenach ca. 10km, bis sich Gephard bei uns verabschiedet hatte und den Heimweg antrat. Hans und ich liefen noch ein paar Km mehr auf dem Rennsteig.. bei der täglichen Laufbesprechung wollten wir eigentlich zu einer Talsperre laufen, allerdings war dies noch ein größeres Stück von uns entfernt, da wir aber auch schon über 1Std unterwegs waren und nur Bergab liefen, beschlossen wir auch die Richtung nach Oberhof einzuschlagen. Allerdings diesmal auf dem Radweg, welcher parallel mit dem Rennsteig verläuft.

Diese Strecke war sehr schwierig, denn es ging die ganze Zeit nur hoch, auch wenn diese Anstiege nicht so sind wie mancher Berglauf, kann dies trotzdem eine gewisse Müdigkeit am 3. Trainingstag hervorrufen. Aber auch dieser Mittwoch wurde als positiver Tag in Oberhof in meinen Notizen vermerkt.

Abends nahmen wir noch einem Diavortrag zum Rennsteig teil. Unter anderem wurde darin vom Rennsteiglauf berichtet von seinen 72,7 km, Marathon und Halbmarathonstrecken. Letzteres wurde vom Referent als Weicheierlauf betitelt und dass sich auf diese

So genannte Weicheierstrecke 6000 Läufer begeben. Dies wurde in meinem Gedanken sehr fest verankert, da eigentlich Klaus und Ich für nächstes Jahr diesen Lauf einplanen wollten, aber da wir ja keine Weicheier sind werden wir wohl den ganzen Marathon in Angriff nehmen müssen.

 




Hans und Stefan bei Regenschauer im Thüringer Wald

5.Tag

 

Heute waren Hans und Ich alleine unterwegs, in ständiger Begleitung von unseren Biker Achim und Gephard.

Das Ziel war heute wieder die Ohratalsperre, allerdings wollten wir diesmal einen anderen Heimweg einschlagen. Das diese Idee nicht gerade die beste war, zeigte sich erst, bei dem ständigen Ansteigen in Richtung Oberhof, Selbst unsere Biker legten ein paar Schiebeetappen mit ihren Fahrräder ein. Die Rettung kam dann direkt aus dem Wald gefahren, denn ein Förster mit seinen beiden Hunden fuhr im Rahmen einer Schadensaufnahme vom letzten Orkan Kyrill direkt auf uns zu, er konnte uns dann auch den besten Weg in Richtung Oberhof beschreiben. Allerdings war dieser sehr anspruchsvoll. Aus diesem Blickwinkel sah man Oberhof mit seinem riesigen Sporthotel. Diese Bauweise stammte bestimmt aus Skizzen die eigentlich für Sprungschanzen gedacht war. Ob diese Bauart in den Thüringer Wald reinpasst, darüber hätten sich andere eventuell im Vorfeld Gedanken machen sollen. Ich finde so was nicht schön. Aber die Geschmäcker sind halt nicht immer gleich!

 

6.Tag

Letzter Tag unserer Trainingswoche in Oberhof!

Da wir heute wieder in unser Kraichtal zurückfahren, hatten wir uns eine kleinere Laufstrecke ausgesucht. Laut Wanderkarte handelte es sich hierbei um einen Rundkurs von ca.10 km. Naja entweder waren wir durch die letzten Tag sehr langsam geworden, oder aber der Kurs hatte mehr als 10km. Letzteres denke ich ist wohl auch das Richtigere. Zumal wir uns am Anfang etwas verlaufen hatten und der Weg mal wieder typisch Tühringer Wald war, entweder es ging Bergauf oder Bergab, natürlich immer nur auf kleinen holprigen Pfaden.

 

Fazit zur Trainingswoche in Oberhof, alle die daran teilnahmen ob nur ein paar wenige Tage oder fasst eine ganze Woche, waren alle von Oberhof mit seinem Hotel seinen Sportangeboten hell begeistert, Die Gruppe war in einer guten Stimmung, trotz schlechtem Wetter machte das Laufen in solch einer schönen Landschaft nur Spaß. Die Laufstrecken waren zwar anspruchsvoll aber für jedes Niveau durchaus machbar. Erholungsphasen konnten in Form von Saunieren, Hallenbad oder nur einfach Spazieren gehen jederzeit wahrgenommen werden.